Oma Gisela geht ins Internet
Hörbuch & E-Book

Oma Gisela geht ins Internet, by Gesprochen von: Anna Behne

Von Gesprochen von: Anna Behne

Gesprochen von Spieldauer: 5 Std. und 18 Min.

★★★★☆ 3.9/5 (803 Bewertungen)
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Über dieses Hörbuch

Kiki ist Mitte 30 und IT Trainerin. Nach einer Trennung zieht sie bei ihrer Oma Gisela in Frankfurt ein. Gisela ist in Sachen Internet völlig unbewandert – Zeit für Kiki, das zu ändern. Sie gibt ihrer Oma Nachhilfe und das ist der Auftakt zu einer Reihe dramatischer und komischer Ereignisse.

Während Kiki von einem Beratungsauftrag zum nächsten hetzt und dabei mit den Katastrophen der digitalen Arbeitswelt – von gelöschten Dateien bis zu papierbesessenen Behörden – zu kämpfen hat, freundet sich Oma Gisela mehr und mehr mit dem Internet an. Sie schafft es sogar eine Art Netzberühmtheit zu werden. Während ihre Freundin Helga auf einen digitalen Heiratsschwindler reinfällt, findet Gisela ihre alte Jugendliebe Fritz wieder, der inzwischen auf Hawaii lebt.

Kiki wiederum begegnet Kai, einem Straßenbahnfahrer. Zwischen ihnen funkt es, doch dann verhält sich Kai merkwürdig zurückhaltend. Er hat ein peinliches digitales Erbe.

Oma Gisela geht in das Internet ist ein Unterhaltungsroman über den Umgang mit der Digitalisierung im Allgemeinen und im Alter im Speziellen. Humorvoll werden die Tücken der Technik und ihr Umgang damit aus Sicht unterschiedlicher Generationen geschildert. Hierbei handelt es sich nicht nur um ein gutes Geschenk zum Geburtstag oder zu Weihnachten, sondern um ein lustiges Buch für jedermann.

Ein Buch zum Schmökern und Schmunzeln über die Fallstricke des digitalen Alltags, humorvoll erzählt, nur echt mit einem Stück Frankfurter Kranz und einem Glas Likör!

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Auf einen Blick

  • Sprecher: Anna Behne liest mit warmherzigem Witz und trifft sowohl Kikis Tempo als auch Giselas verschmitztes Zögern punktgenau.
  • Themen: Digitalisierung und Generationenkonflikt, Liebe im Alter, Frankfurter Alltagshumor
  • Stimmung: Leicht, heiter und wohltuend komisch
  • Fazit: Wer einen entspannten Hörbuchabend mit echten Lachern sucht, ist hier goldrichtig.

Es war ein verregneter Dienstagabend, und ich hatte wirklich keine Lust mehr auf schwere Stoffe. Ich wollte etwas, das mich nicht fordert, sondern abholt. Ich drückte auf Play bei « Oma Gisela geht ins Internet » und war nach dem ersten Kapitel bereits so entspannt, dass ich auf der Couch eingesunken war und breit grins te. Das ist kein literarisches Meisterwerk mit Anspruch auf Feuilleton-Aufmerksamkeit, aber es ist genau das, was es sein will: ein herzerwärmendes, komisches Hörbuch über das Leben mit der Digitalisierung.

Die Prämisse ist erfrischend simpel. IT-Trainerin Kiki, Mitte 30 und gerade getrennt, zieht zu ihrer Oma Gisela in Frankfurt ein. Gisela kennt das Internet nur vom Hörensagen und begegnet ihm anfangs mit der Skepsis einer Frau, die weiß, dass das Leben auch ohne WLAN funktioniert hat. Was dann folgt, ist eine Reihe von Ereignissen, die sowohl zum Lachen als auch zum Nachdenken anregen.

Frankfurt als Mitfigur

Was mich an diesem Hörbuch besonders angesprochen hat, ist der konkrete Frankfurter Rahmen. Die Geschichte spielt nicht in einem anonymen deutschen Großstadtnirgendwo, sondern in Frankfurt, und das spürt man. Die Autorin hat ein Gespür für städtisches Alltagsleben, das ihre Szenen geerdet wirken lässt. Kikis Hatz von Beratungsauftrag zu Beratungsauftrag, die papierversessenen Behörden, die digitalen Katastrophen im Büroalltag, das klingt nah und vertraut. Wer selbst im IT-Bereich arbeitet oder Angehörige hat, die mit der Technik auf Kriegsfuß stehen, wird sich in vielen Momenten wiedererkennen.

Giselas Reise ins Netz

Das Herzstück des Hörbuchs ist aber natürlich Gisela selbst. Ihre Entwicklung von der technikfeindlichen Rentnerin zur Internet-Bekanntheit ist das, was die Geschichte trägt. Die Autorin hütet sich davor, Gisela zur Witzfigur zu machen. Sie ist warmherzig, neugierig und klüger als zunächst angenommen. Besonders gelungen ist die Episode, in der Giselas Freundin Helga auf einen digitalen Heiratsschwindler hereinfällt, während Gisela dank ihrer wachsenden Online-Kompetenz ihre alte Jugendliebe Fritz auf Hawaii wiederfindest. Das hat Timing, und es hat Herz.

Auch die Liebesgeschichte zwischen Kiki und dem Straßenbahnfahrer Kai funktioniert. Sein « peinliches digitales Erbe » als Hemmnis für die Beziehung ist eine originelle Idee, die die Digitalisierungsthematik auf eine persönlichere Ebene hebt. Hier zeigt das Buch, dass der digitale Fußabdruck, den wir alle hinterlassen, ganz konkrete Konsequenzen im echten Leben haben kann, auch für die Liebe.

Anna Behne als Dirigentin des Humors

Laut den Metadaten spricht Anna Behne dieses Hörbuch, und ihre Leistung trägt entscheidend dazu bei, dass das Ganze funktioniert. Humor ist im gesprochenen Format notorisch schwer zu transportieren. Er lebt von Timing, von kleinen Pausen, von einem Hauch Ironie in der Betonung. Behne versteht das. Sie gibt Gisela eine Stimme mit Würde und trockenem Witz, ohne in die Karikatur abzugleiten. Kiki hingegen klingt bei ihr gehetzt, rastlos und liebenswürdig überfordert, genau richtig. Die rund fünfeinviertel Stunden vergehen angenehm schnell.

Die Hörer-Rezensionen spiegeln das wider. « Ich hatte schon nach den ersten Seiten ein Schmunzeln im Gesicht », schreibt eine Hörerin, und eine andere vergleicht Gisela mit ihrer eigenen Oma, was für mich das höchste Lob für eine solche Geschichte ist. Das bedeutet, dass die Figur nicht nur auf dem Papier, sondern auch im Ohr lebt.

Was nicht ganz aufgeht

Ein paar kleine Einschränkungen möchte ich nicht verschweigen. Das Buch ist klar als leichte Unterhaltung konzipiert, und es stellt keine besonders hohen Ansprüche an sich selbst. Wer komplexe Charakterpsychologie oder unerwartete Wendungen erwartet, wird enttäuscht sein. Die Geschichte verläuft ziemlich genau so, wie man es von Anfang an ahnt. Auch der Humor ist bisweilen etwas vorhersehbar, und die Digitalisierungskritik bleibt immer brav im Komödienmodus. Tiefere Reflexion darüber, was Altern und Technikferne gesellschaftlich bedeuten, sucht man vergebens. Aber das ist vielleicht auch nicht der Anspruch dieses Buchs.

Mit 4,5 von 5 Sternen bei über 800 Bewertungen hat das Buch offensichtlich seinen Nerv getroffen. Das stimmt mich versöhnlich. Manchmal braucht man eben keine große Literatur, sondern eine Geschichte, die einem gut zuhört.

Für wen das Hörbuch sich lohnt und für wen nicht

Wer nach einem leichten, humorvollen Hörgenuss sucht, der Generationen verbindet und Alltagsdigitalisierung mit Herz beleuchtet, liegt hier richtig. Das Hörbuch eignet sich hervorragend für Abende, an denen man einfach entspannen möchte, für lange Autofahrten oder als Geschenk für Eltern und Großeltern mit Internetzugang. Wer literarische Tiefe oder originelle Plotstrukturen erwartet, sollte anderswo suchen.

Häufig gestellte Fragen

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Lena Bergmann

Von Lena Bergmann

Gründerin & Literaturkritikerin