Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr
Hörbuch & E-Book

Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr, by Walter Moers

Von Walter Moers

Gesprochen von Andreas Fröhlich

★★★★☆ 4.3/5 (904 Bewertungen)
🎧 11 Stunden und 23 Minuten 📘 Der Hörverlag 📅 28 août 2017 🌐 Deutsch
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Über dieses Hörbuch

Höre auf das dunkle Herz der Nacht

Prinzessin Dylia, die sich selbst « Prinzessin Insomnia » nennt, ist die schlafloseste Prinzessin von ganz Zamonien. Eines Nachts erhält sie Besuch von einem alptraumfarbenen Nachtmahr. Havarius Opal, wie sich der gleichsam beängstigende wie sympathische Gnom vorstellt, kündigt an, die Prinzessin in den Wahnsinn treiben zu wollen. Vorher nimmt er die Prinzessin aber noch mit auf eine abenteuerliche Reise durch die Welt des Denkens und Träumens, die für beide immer neue und überraschende Wendungen bereit hält, bis sie schließlich zum dunklen Herz der Nacht gelangen. Walter Moers erzählt dieses Märchen aus der zamonischen Spätromantik voller skurriler Charaktere mit der ihm eigenen Komik: spannend und anrührend zugleich.

Ungekürzt gelesen von Andreas Fröhlich, ausgezeichnet mit dem Deutschen Hörbuchpreis 2018 als Bester Interpret: Er erschließt die « ganz eigene Fantasiewelt auf originelle Weise » und mit einer « unbändigen Freude » an der Sprache, so die Jury.

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Auf einen Blick

  • Sprecher: Andreas Fröhlich gewann den Deutschen Hörbuchpreis 2018 als Bester Interpret genau für diese Produktion. Die Jury sprach von unbändiger Freude an der Sprache. Das trifft es.
  • Themen: Schlaflosigkeit und Traum als Innenraum, das Dunkle als Begleiter statt Feind, zamonische Absurdität und Sprachmagie
  • Stimmung: Verspielt und unheimlich zugleich, mit einem langen Nachklang
  • Fazit: Für Zamonien-Fans ein Muss, für Neulinge eine funkelnde Einladung. Andreas Fröhlichs Interpretation trägt das Märchen weit über das Gelesene hinaus.

Ich hatte mich seit Jahren nicht mehr in Zamonien aufgehalten. Nicht weil es mir dort nicht gefallen hätte, sondern weil Walter Moers seine Leserinnen und Leser nach dem Labyrinth der Träumenden Bücher jahrelang warten ließ und ich irgendwann aufgehört hatte, zu hoffen. Dann kam Prinzessin Insomnia. Ich begann das Hörbuch an einem Sonntagabend, dachte, ich höre eine Stunde, und war um Mitternacht immer noch wach. Das hat, rückblickend, eine schöne Ironie.

Denn schlaflos zu sein ist hier kein Problem. Es ist ein Zustand, aus dem sich eine Geschichte entfaltet. Prinzessin Dylia, die sich selbst Prinzessin Insomnia nennt, ist die schlafloseste Prinzessin von ganz Zamonien. Eines Nachts erscheint ihr Havarius Opal, ein alptraumfarbener Nachtmahr. Er will sie in den Wahnsinn treiben. Vorher nimmt er sie aber mit auf eine Reise durch das Denken und Träumen, die für beide immer neue Wendungen bereithält, bis sie zum dunklen Herz der Nacht gelangen. Das ist der Stoff, aus dem Moers seine besten Geschichten macht.

Das Märchen als ernste Form

Wer Moers nur als Schöpfer von Käpt’n Blaubär oder den Büchern Zamoniens kennt, weiß, dass er Märchen nicht als Kinderstoff behandelt. Prinzessin Insomnia ist ein Märchen aus der zamonischen Spätromantik. Das klingt verspielt, ist es auch, aber darunter liegt etwas Ernsteres. Die Geschichte handelt von Schlaflosigkeit als Weltzustand, von der Dunkelheit als Teil des Selbst, von der Begegnung mit dem Beängstigenden, das sich am Ende als zutiefst vertraut erweist.

Moers schreibt in diesem Band ohne seine eigenen Illustrationen. Die Zeichnungen stammen von Lydia Rode, einer jungen Künstlerin, und das Warum dahinter erfährt man im Nachwort. Eine der Rezensionen sagt, wer das Nachwort gelesen habe, wisse, warum, und das Buch leide nicht darunter. Im Hörbuchformat fällt dieser Unterschied ohnehin weniger auf, aber das Nachwort lohnt sich trotzdem, weil es die Geschichte hinter der Geschichte erzählt und den Band als Kunstwerk vollständiger macht.

Ein Rezensent beschreibt das Buch als Kunstwerk und verlegerische Meisterleistung. Ein anderer war ein wenig verwundert ob der neuen Farbfreude, weil Moers eigentlich ein düstererer Charakter sei. Beide haben recht und keiner hat unrecht. Prinzessin Insomnia ist heller als der Schattenkönig oder das Stadtbuch der Träumenden Bücher, aber das Dunkel ist nie weit. Es lauert hinter der Verspieltheit, so wie Havarius Opal selbst beides ist: beängstigend und sympathisch zugleich.

Andreas Fröhlich: Ein Hörbuchpreis, der verdient ist

Der Deutsche Hörbuchpreis 2018 in der Kategorie Bester Interpret ging an Andreas Fröhlich genau für diese Produktion. Die Jury beschrieb seine Leistung als das Erschließen einer ganz eigenen Fantasiewelt auf originelle Weise, mit einer unbändigen Freude an der Sprache. Das ist keine Übertreibung.

Fröhlich hat einen Hang zur Theatralik, der in anderen Kontexten überwältigen könnte. Bei Moers passt er perfekt. Zamonien ist ein Ort, an dem Sprache selbst zum Gegenstand wird, an dem Wörter Gewicht haben und Sätze Formen annehmen. Fröhlich spielt mit diesem Bewusstsein. Er betont, wo andere gleichförmig lesen. Er pausiert, wo andere durchrauschen. Er macht aus Havarius Opal, dem Nachtmahr, eine Stimme, die man wirklich fürchtet und gleichzeitig nicht verlieren möchte.

Es gibt Sprecher-Autor-Kombinationen, die so gut sind, dass man sich das Buch ohne sie nicht mehr vorstellen kann. Fröhlich und Moers gehören dazu. Wer Prinzessin Insomnia gelesen hat und dann das Hörbuch hört, versteht, was professionelle Interpretation leistet. Wer das Hörbuch zuerst hört, wird die schriftliche Fassung immer mit Fröhlichs Stimme im Kopf lesen.

Zamonien-Einsteiger oder Kenner: Wer sollte beginnen?

Eine der schönen Eigenschaften von Moers ist, dass seine Zamonien-Bücher zwar ein gemeinsames Universum teilen, aber meistens eigenständig zugänglich sind. Prinzessin Insomnia ist kein Fortsetzungsband. Man kann hier einsteigen, ohne alle anderen Bände zu kennen.

Allerdings: Wer die Zamonien-Romane schon kennt, findet in diesem Märchen eine andere Qualität der Lektüre. Die Verweise, die Atmosphäre, das Sprachgefühl. Das alles schichtet sich tiefer, wenn man Zamonien schon bewohnt hat. Für Neulinge ist Prinzessin Insomnia eine schöne Einladung ins Universum, die neugierig macht auf mehr. Wer danach das Stadtbuch der Träumenden Bücher oder die Wilde Reise durch die Nacht entdeckt, hat schon gewonnen.

Nach sechs Jahren Warten: Was das Buch ist und was es nicht ist

Ein Rezensent nennt das Buch ein Lebenszeichen, noch nicht die erhoffte Rückkehr in die ganz großen Romanformate nach sechs Jahren Stille. Ich sehe das etwas anders. Prinzessin Insomnia ist ein vollständiges Kunstwerk, das seine eigene Form gefunden hat. Vielleicht kleiner als die großen Romane, aber in sich rund. Und mit Fröhlichs Stimme wächst es beim Hören über sich hinaus. Wer Moers kennt und schätzt, wird dieses Märchen nicht missen wollen. Wer Moers noch nicht kennt, findet hier einen Einstieg, der süchtig macht.

11 Stunden und 23 Minuten, 4,3 von 5 Sternen bei fast tausend Bewertungen, als Audible-Exclusiv herausgegeben und mit dem Deutschen Hörbuchpreis 2018 ausgezeichnet. Das ist eine seltene Kombination aus objektivem Qualitätssignal und echter Publikumsresonanz, die nur entsteht, wenn Stoff und Sprecher wirklich zusammenpassen. Wer in die zamonische Spätromantik eintaucht, taucht so schnell nicht wieder auf.

Häufig gestellte Fragen

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Was Hörerinnen und Hörer sagen

★★★★★

wissen ist nacht

das buch ist ein kunstwerk, eine verlegerische meisterleistung und die illustrationen darin wahre kunst. chapeau!dass das buch dennoch so preiswert auf den markt kommen kann ist vermutlich der zu erwartenden auflage geschuldet.ein bisschen verwundert war ich schon, ob der neuen farbfreude, moers ist ja eigentlich ein düsterer charakter, der sich…

— Peter Friedl
★★★★★

ich liebe Walter Moers

Zu allererst. Walter Moers ist ein Genie und wird es für mich immer bleiben !!!!Dann muß als Besonderes hervorgehoben werden: Lydia Rode !! Ohne diese junge Frau gäbe es dieses Buch ist und das ist die Geschichte hinter der Geschichte, die nicht genug gewürdigt wird ! JA, dieses Buch enthält…

— Serverina
★★★★☆

Noch nicht die return to form, aber ein Lebenszeichen!

6 Jahre ist es her, dass Walter Moers 'Das Labyrinth der Träumenden Bücher' veröffentlicht und einigen Ärger über die nur halb fertige Erzählung auf sich gezogen hat. Seitdem haben Zamonien-Fans zahlreiche Ankündigungen verschiedener Titel der Reihe miterlebt und wurden ein ums andere Mal von Verzögerungen enttäuscht. Nun liegt mit 'Prinzessin…

— Laubwolf
★★★★☆

Me encanta

Con la nueva diseñadora una maravilla

— Heinz-jurgen K.

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Lena Bergmann

Von Lena Bergmann

Gründerin & Literaturkritikerin