Die Gesetze der menschlichen Natur - The Laws of Human Nature
Hörbuch & E-Book

Die Gesetze der menschlichen Natur – The Laws of Human Nature, by Robert Greene

Von Robert Greene

Gesprochen von Markus Böker

★★★★★ 4.7/5 (768 Bewertungen)
🎧 34 Stunden und 27 Minuten 📘 FinanzBuch Verlag 📅 23 novembre 2020 🌐 Deutsch
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Über dieses Hörbuch

Robert Greene versteht es auf meisterhafte Weise, Weisheit und Philosophie der alten Denker für Millionen von Lesern auf der Suche nach Wissen, Macht und Selbstvervollkommnung zugänglich zu machen. In seinem neuen Buch ist er dem wichtigsten Thema überhaupt auf der Spur: Der Entschlüsselung menschlicher Antriebe und Motivationen, auch derer, die uns selbst nicht bewusst sind.

Der Mensch ist ein Gesellschaftstier. Sein Leben hängt von der Beziehung zu Seinesgleichen ab. Zu wissen, warum wir tun, was wir tun, gibt uns ein weit wirksameres Werkzeug an die Hand als all unsere Talente es könnten. Ausgehend von den Ideen und Beispielen von Perikles, Queen Elizabeth I, Martin Luther King Jr und vielen anderen zeigt Greene, wie wir einerseits von unseren eigenen Emotionen unabhängig werden und Selbstbeherrschung lernen und andererseits Empathie anderen gegenüber entwickeln können, um hinter ihre Masken zu blicken.

Die Gesetze der menschlichen Natur bietet dem Leser nicht zuletzt einzigartige Strategien, um im professionellen und privaten Bereich eigene Ziele zu erreichen und zu verteidigen.

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Auf einen Blick

  • Sprecher: Markus Böker liest ruhig und konzentriert, mit einer Autorität, die dem Gewicht des Textes gerecht wird — kein Dramatisieren, aber auch keine Langeweile auf 34 Stunden.
  • Themen: Menschliche Psychologie, Macht und Manipulation, Selbstreflexion und Selbstbeherrschung
  • Stimmung: Nachdenklich und herausfordernd, gelegentlich unbequem
  • Fazit: Für alle, die bereit sind, sich und andere Menschen ehrlich zu betrachten — ein ernsthaftes Werk, das Zeit und Geduld verlangt.

Es war ein langer Sonntagnachmittag im Februar, und ich hatte mir vorgenommen, endlich dieses Werk anzugehen, das seit Monaten auf meiner Liste stand. Robert Greenes Bücher haben die unangenehme Eigenschaft, einen gleichzeitig zu faszinieren und zu beschämen — man erkennt sich selbst in Mustern wieder, die man lieber nicht sehen wollte. Ich habe mich also ans Sofa gesetzt, Kopfhörer auf, und Markus Böker hat die nächsten Stunden meinen Sonntag übernommen.

Mit 34 Stunden und 27 Minuten ist « Die Gesetze der menschlichen Natur » kein leichtes Unterfangen. Es ist das bisher umfangreichste Werk Greenes — und er meint es ernst. Hier geht es nicht um schnelle Lebenstipps oder Selbstoptimierungs-Checklisten, sondern um einen tiefen, manchmal mühsamen Blick in das, was Menschen antreibt, manipuliert, ängstigt und antreibt.

18 Kapitel, 18 Spiegel

Die Struktur des Buches ist charakteristisch für Greene: Jedes Kapitel beginnt mit einer historischen Figur — Perikles, Königin Elizabeth I., Martin Luther King Jr., John D. Rockefeller — und entfaltet anhand dieser Person ein Gesetz der menschlichen Natur. Dieses Muster funktioniert im Hörbuch ausgesprochen gut. Markus Böker trägt die einleitenden Erzählpassagen mit einer klaren, unaufgeregten Stimme vor, die den historischen Szenen Würde verleiht, ohne sie dramatisch aufzublasen.

Was Greene dabei gelingt — und was die stärkste Leserreaktion aus dem Rezensionsbereich widerspiegelt — ist, dass man beim Hören immer wieder bei sich selbst landet. Der Kommentator « Dominik » bringt es gut auf den Punkt: Die Erkenntnisse seien oft unbequem. Genau das ist gemeint. Greene beschreibt zum Beispiel, wie wir unsere eigenen negativen Motivationen auf andere projizieren, wie wir uns von Schmeichelei blenden lassen, oder wie unsere tiefsten Ängste unser Verhalten formen — und er tut das mit einer Direktheit, die manchmal wehtut.

Was Greenes Methode stark macht — und wo sie reiben kann

Greenes Ansatz hat immer auch Kritiker gefunden. Wer seine « 48 Laws of Power » kennt, wird wissen, dass er moralische Urteile bewusst zurückhält und stattdessen beschreibt, wie Macht funktioniert — ob man das nun gut findet oder nicht. In « Die Gesetze der menschlichen Natur » ist das nicht anders. Er zeigt, wie Menschen manipulieren, täuschen und dominieren — aber er fordert den Leser auch auf, diese Mechanismen in sich selbst zu erkennen und dadurch freier zu werden. Das ist ein wichtiger Unterschied zu einem reinen Machtleitfaden.

Rezensent « Jazzelectronica » beschreibt das treffend: Das Buch habe einen enormen Mehrwert, weil es Verbindungen zu Personen und Ereignissen herstelle, auf die man sonst kaum gestoßen wäre. Das stimmt. Durch die Fallstudien — von afrikanischen Königinnen bis zu amerikanischen Tycoons — öffnet sich ein historisches Panorama, das für sich allein schon fesselnd ist.

Weniger überzeugend: Die schiere Dichte. Nach 18 Kapiteln und gut 30 Stunden wiederhole ich mich als Hörerin dabei, wie ich gelegentlich den Fokus verliere. Greene vertieft jeden Punkt ausführlich — manchmal zu ausführlich. Wer das Buch in kleinen Tagesrationen hört (ich empfehle maximal zwei Stunden am Stück), kommt wesentlich besser damit zurecht als bei einem Durchmarsch.

Markus Bökers Leistung nach 34 Stunden

Ein Sprecher, der ein Sachbuch dieser Länge trägt, steht vor einer besonderen Herausforderung: Er darf weder zu nüchtern werden, noch darf er überinszenieren. Böker findet hier eine gute Mitte. Seine Stimme hat Autorität, er betont sinnvoll und macht auch innerhalb langer Argumentationsketten klar, wann ein neuer Gedanke beginnt. In den narrativen Passagen — den historischen Einstiegserzählungen — klingt er engagierter, fast storytellerisch. Das rettet den Fluss des Werkes über die große Länge.

Ich habe gelesen, dass die gedruckte Übersetzung Rechtschreibfehler enthält. Im Hörbuch ist das naturgemäß nicht zu hören — und mir ist beim Zuhören keine inhaltliche Unstimmigkeit aufgefallen, die auf Übersetzungsprobleme hindeutet.

Für wen dieses Hörbuch taugt

Ich würde dieses Hörbuch wärmstens empfehlen, wenn man bereit ist, in sich selbst zu investieren — nicht im motivationsindustriellen Sinne, sondern im Sinne ehrlicher Selbstbetrachtung. Es ist kein Hörbuch für nebenbei. Es ist kein Hörbuch, das man einmal hört und vergisst. Ich habe mehrere Passagen zwei- oder dreimal gehört, um sie zu verarbeiten.

Weniger geeignet ist es für alle, die schnelle Antworten oder anwendbare Techniken suchen. Greene schreibt keine Rezepte. Er schreibt Philosophie — zugänglich gemacht, ja, aber dennoch philosophisch. Wer damit rechnet, in wenigen Stunden eine praktische Anleitung für mehr Macht im Beruf zu bekommen, wird enttäuscht sein. Wer bereit ist, sich Zeit zu nehmen und mit Unbehagen umzugehen, wird ein Werk finden, das lange nachwirkt.

Häufig gestellte Fragen

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Was Hörerinnen und Hörer sagen

★★★★★

Super Spannend muss man lesen

Ein beeindruckendes Werk, das tief in die Psychologie des Menschen eintaucht. Robert Greene schafft es, komplexe Verhaltensmuster und Motive klar zu erklären und mit realen Beispielen zu untermauern. Das Buch öffnet einem regelrecht die Augen dafür, warum Menschen so handeln, wie sie es tun in Beziehungen, im Beruf oder in…

— Dominik
★★★★★

Buch

Alles super 👍

— Ruditsch Lilia
★★★★★

Interessantes Buch mit gelungenem Aufbau (Erzählung – Interpretation – Beschreibung – Handeln)

Fazit: In 18 verschiedenen Kapiteln mit interessanten Haupthemen wird dem Leser jeweils ein Aspekt der menschlichen Natur nähergebracht. Einiges davon bekannt, viele jedoch auch überraschend. Besonders die Erzählung zu Beginn jedes Kapitels sollen die Grundlage zum Verständnis sein. Auf Basis historischer Figuren (Rockefeller, Johnson, Luther King…) soll die Szenerie geschaffen…

— Ethan Hunt
★★★★☆

Ein tiefgreifendes Buch ABER

Die für die Übersetzung des Werkes aus dem Englischen zuständige Person sollte sich meiner Meinung nach beruflich neu orientieren. Ich habe schon lange nicht mehr so viele Rechtschreibfehler in einem Buch entdecken müssen und das in Zeiten von Schreibprogrammen wie Word. Hierfür einen Stern weniger. Ansonsten kann ich jedem das…

— PiotrBerlin
★★★★★

Ein wertvolles Buch!

Die Meinungen zu den Büchern von Robert Greene sind zwar sehr geteilt, insb. aufgrund seiner 48 Laws of Power, aber diesen 600 Seiten Wälzer empfand ich als sehr wertvoll.Jedes Kapitel ist angereichert mit vielen Geschichten zu Personen und Events, zu denen man sich sonst evtl. gar nicht informiert hätte, bzw….

— Jazzelectronica

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Lena Bergmann

Von Lena Bergmann

Gründerin & Literaturkritikerin